Für ein Kind namens Philipp, das ohne Bärchenwurst erwachsen werden musste

Ein Erfahrungsbericht über tiefgreifende Traumata, die westdeutschen Dorfgören vorbehalten sind.

Eigentlich war ich ein nahezu rundum glückliches Kind. Obwohl ich ständig gebettelt habe, ich hätte gerne einen großen Bruder, bin ich leider bis heute ein Einzelkind geblieben. „Du bist uns mehr als genug!“, sagten meine Eltern mir stets abwehrend, wenn ich sie mal wieder anflehte, in die Nachwuchsproduktion zu gehen. Ein Kompliment – zweifelsohne. Weiterlesen „Für ein Kind namens Philipp, das ohne Bärchenwurst erwachsen werden musste“

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Der blinde Fleck oder Tagebuch einer schmerzlich Übersehenen

Da, wo der Sehnerv auf die Netzhaut trifft ist der blinde Fleck, ein winzig kleiner Bereich, auf dem es keine Zapfen und Stäbchen gibt. Weil mensch aber nur schlecht mit Lücken im Bild umgehen kann, rechnet das Hirn dazu, was es nicht sieht, anhand der Umgebung. Das ist eine ganz erstaunliche Leistung, finde ich. Weiterlesen „Der blinde Fleck oder Tagebuch einer schmerzlich Übersehenen“

Jan muss sterben

Der Tag der Rache war gekommen. Jan, an dem das Exempel statuiert werden sollte, ahnte davon leider nichts und verbrachte so den letzten Tag seines Lebens wie jeden anderen. Frustriert von der Belanglosigkeit seiner Arbeit kam er nach Hause und wollte sich mit Bier und Bulette auf dem Sofa ausbreiten und sich vom Fernseher das Hirn aufweichen lassen. Weiterlesen „Jan muss sterben“

Waschbärenbekenntnisse 4

Meine Hand zittert. Der Kegel der Taschenlampe huscht hin und her an den Wänden des dunklen Bürogebäudes, das verlassen und nach Glasreiniger duftend in der Ruhe des Wochenendes herumsteht.

Endlich angekommen, stehe ich vor der Tür meines Vorgesetzten.
Schuminski, der Idiot! Gefeuert hat er mich. Einfach so! Unerhört, aber nun ja. Weiterlesen „Waschbärenbekenntnisse 4“

Waschbärenbekenntnisse 3

Meine Frau und ich, wir sind nicht nur beruflich extrem erfolgreich. Wir sind auch herausragende Gastgeber. Jeden ersten Freitag des Monats gibt es in unserem Haus ein großes Dinner mit zwanzig fein erlesenen geladenen Gästen. Die Entscheidung, wer eingeladen wird, treffen meine Frau und ich gemeinsam. Es gilt, eine perfekte Mischung nützlicher Personen aus Wirtschaft und Politik sowie spannender Charaktere der Populärkünste einzuhalten, um einen flüssigen und anregenden Gesprächsfluss bis in den späten Abend zu garantieren. Weiterlesen „Waschbärenbekenntnisse 3“