Die Einsamkeit des Hurenkindes

Nein, hier geht es nicht um einsame Kinder, deren Mütter ihren Lebensunterhalt mit Prostitution verdienen.

Das Hurenkind ist, ebenso wie der Schusterjunge, ein Terminus aus dem Bereich des Schriftsatzes. Das Hurenkind nämlich ist die letzte Zeile eines Absatzes, die allein am Anfang der nächsten Kolumne beziehungsweise Seite steht. Analog dazu steht der Schusterjunge als erste Zeile eines Absatzes ganz unten auf der Seite, während der Rest seines Absatzes sich auf der nächsten Seite befindet.

Das Hurenkind, einsam und verlassen exponiert in der obersten und ersten Zeile einer neuen Seite, weiß nicht, woher es kommt, so die Eselsbrücke. Der Schusterjunge wagt sich aberwitzig auf die vorhergehende Seite zurück (vielleicht um zu schmulen, was da vorgeht oder so).

Die Einsamkeit des Hurenkindes, eben diesem herzzerreißend traurigen Satzfehler gewidmet, ist die dritte Anthologie der Lesebühne Vision & Wahn, die jeden ersten Montag im Monat im Periplaneta Literaturcafé stattfindet.

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Ich freue mich sehr, dass neben insgesamt 30 anderen Autoren auch ich einen Text zu dem Sammelband beisteuern durfte. Auf der beschaulichen Bühne des Literaturcafés habe ich nämlich im Februar 2017 das erste Mal im Rampenlicht gestanden, Bühnenluft geschnuppert und seither nicht wieder aufgehört mit dem Lesen.

Mittlerweile hat mich nämlich die Lesebühne OWUL – Ohne Wenn und Laber adoptiert, wo ich jeden ersten Donnerstag im Monat lese.

Die Anthologie gibt es für 10€, die sich lohnen, hier direkt bei Periplaneta versandkostenfrei zu kaufen.

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